Über mich

Hallo, ich bin Lauro-Luca Pajarola, 14 Jahre alt, ich wohne mit meiner Familie in Cazis, Graubünden. Musik ist meine grosse Leidenschaft, egal ob solo oder mit meiner Band. In meiner übrigen Freizeit verwalte ich meine beiden Norwegischen Waldkatzen Eliad und Frisbee.

Das bin ich

Musik

Rocket To Sun (Band in der ich mitspiele) Live

Noch ein Mal meine Band und ich, wieder Live

Zeichnungen

Texte

Ich schreibe gerne Geschichten und Blogs, unter anderem halte ich die Ferienerlebnisse meiner Familie für unsere Verwandten jeweils in täglichen Beiträgen fest. Hier ein Beispiel – ein Tag im Freilichtmuseum Ballenberg im Herbst 2021.

-> Bitte nicht zu ernst nehmen, ich bin KEIN Flachdenker, es ist Humor, kein Geschwurbel 😀

// Ein paar schöne Anwesen //

Nach dem Frühstück gingen wir mit dem Auto ins Freilichtmuseum Ballenberg, wo VIELE (Schweizer) Häuser in ECHTGRÖSSE stehen und begehbar sind. Das erste Haus war einen imposantes Industriellenanwesen aus dem 19. Jahrhundert. Drinnen waren bizarre Musikinstrumente zu sehen (Zitat Lauro: «Was zum Teufel ist eine Echo-Harp-Mundharmonika, die aussieht wie ein Maiskolben?!»)

// Bravo, lieber Heimatschutz! //

Danach liefen wir zur Tessinerabteilung des Museums, weil wir Hunger hatten. Im Geheimen hoffte ich, dort ein paar Lizards (Eidechsen) zu finden, doch im KALTEN Berner Oberland gedeihen weder Lizards noch gute Brandschutzmittel. Das bewies sich, als wir eine Ruine antrafen, direkt neben einem ganz normalen Ausstellungsobjekt, einer Tessinerhütte. Zurück im Camping fanden wir nämlich im Museumsführer heraus, dass dieses Haus 1990 zum Ballenberg transportiert worden war und dort 1994 mangels Brandschutzmitteln (und wegen eines Risses im Kamin) hilflos ABFACKELTE. Bravo, lieber Heimatschutz, bravo. Wir wollten ja eigentlich in der Tessiner Osteria Risotto (oder Minestrone) essen gehen, doch wir wurden von meiner Schwester abgehalten, die halt, wie gewohnt, recht HEIKEL war.

// Gerupfte Hühner und Pasteten //

Wir fanden nach einer etwas längeren Laufzeit einen «Mittelpunkt» des Museums. Dort hatte es ein Restaurant, einen Spielplatz, ein begehbares Geissengehege und GERUPFTE HÜHNER. Und bevor hier jemand Panik wegen eines Hühnermeuchlers kriegt: Die Hühner hatten nur den jährlichen Federwechsel und sahen alle sonst ziemlich gesund aus (ausser eine, die es ganz schwer erwischt hatte, oder die einfach nur Frühpubertät hatte). Wir gingen dann in dieses Restaurant «Degen». Ich, Mama und Papa bestellten Pastete mit Karotten und Erbsen (und dem dazugehörigen Fleisch, Krüppelhühnchen vermutlich). Meine Schwestern bestellten (apropos Hühnchen) Pouletknusperli mit Pommes. Bjääch.

// Die Urner scheinen gerne Totenwache zu halten, ich NICHT //

Als Nächstes (nachdem wir gefühlt tausend Mal in das Geissengehege ein und aus gelaufen waren) gingen wir in ein Urner Haus – eine SCHLECHTE Idee. Im Keller hatte es eine «Folterkammer für Leute über 1.60», auch bekannt als «Zauberwald», den ich mit meinen Schwestern austestete. Sie beide kamen ohne Probleme durch, doch wegen ein paar schmalen Durchgängen und ein paar Steinböden war mein Knie BROKEN (kaputt). Ich, Papa und Mama gingen dann nach oben. Wir hörten im oberen Gang eine sonore Psycho-Beterei, und uns packte die Neugier. Wir gingen in den Raum neben der Küche, und was erwartete uns dort? Natürlich. Eine Tote (Porzellanpuppe) lag in ihrem Sterbebett und man hörte das Rosenkranzgebet – schauderhaft, es wäre für mich ein HORROR, so etwas den ganzen Tag zu beten.

// Coiffeure sind Mörder //

In einem der nächsten Häuser stiessen wir auf ein Coiffeur-Museum. Wir fanden ein paar schöne Haarschnitte (1910 – 2016), 2 verschiedene Salons (Männer 1945/Frauen 1945) und eine Kopfabschraubmaschine – ich hab sie getestet, und sie war makaber, auch im Anfühlen (siehe Foto). Und dann das hier. Im nächsten Raum stand nämlich, dass der Beruf Coiffeur früher zusammen mit Chirurg gelernt wurde – Coiffeure sind Mörder! Danach trafen wir noch auf eine monströse Baumstamm-Weinpresse (aus Fläsch GR) und ein paar leere Ställe – schade eigentlich. Es gab auch noch einen Schweinekoben. Eines der Schweine streichelte ich sogar, bis mir in den Sinn kam, dass Schweine einen normalerweise in KLEINE STÜCKE schneiden (insbesondere Pink-Floyd-Fans).

// Knochenbrecher, verrückte Steampunk-Maschinen und ein Sägewerk //

Auch bei dieser Häuseransammlung rund um die Weinpresse und das Coiffeur-Museum war noch ein Sägewerk, das ohne Strom lief – nämlich mit Wasserkraft. Funktion: Ein Wasserrad trieb eine riesige Steampunk-Räder-Förderband-Killermaschine an, die mich irgendwie einschüchterte. Oben war dann die Säge, die mit Lichtgeschwindigkeit auf und ab ging und ein Holz gefährlich aggressiv zerteilte … Als nächstes trafen wir auf eine KNOCHENMÜHLE – verrückt, oder? Leider lief sie erst ab 16:00, aber ich glaube, ihre Geräusche hätten mir eh die Ohren zerstört.

Ok, das war unser makaberer Horrortag 🙂 am Ballenberg. Und ich hoffe, bald wieder so erfreut über ein Ereignis schreiben zu können. Lauro